Bild: Logo der Städtischen Pflegeheime. Verlinkt auf Sitemap.
Das Altenpflegeheim Pliensauvorstadt

Am 19.07.2004 fasste der Gemeinderat in seiner Sitzung den Baubeschluss für ein Altenpflegeheim mit 44 vollstationären Plätzen auf dem Bohner+Köhle-Areal, Ecke Uhlandstrasse/Weilstrasse. Die Bau- und Betriebsträgerschaft wurde dem Eigenbetrieb „Städtische Pflegeheime Esslingen am Neckar“ übertragen. 

Bild: Modell des Altenpflegeheim Pliensauvorstadt bei der Grundsteinlegung.Das geplante Heim sollte, neben dem Altenpflegeheim Obertor und dem Altenpflegeheim Berkheim als dritter Standort des Eigenbetriebes eine wohnortnahe Versorgung in einer kleinen, überschaubaren Einrichtung sichern.

Mit dem geplanten Pflegeheim in der Pliensauvorstadt wollten wir neue Wege in der stationären Pflege gehen. Das Modell der Hausgemeinschaften, die so genannte „4. Generation von Pflegeheimen“ orientiert sich an familiären Strukturen und reduziert institutionelle Einflüsse.

Es berücksichtigt den Wunsch vieler älterer Menschen nach persönlichen und familiären Wohnstrukturen. Die Bewohner nehmen teil an vertrauten Tätigkeiten in Küche und Hauswirtschaft und knüpfen dabei an ihre Erinnerungen und Kenntnisse an.

Das Konzept kommt vor allem dementiell erkrankten Menschen entgegen, die möglichst viel Betreuung und Zuwendung brauchen.

Auch für andere Bewohnergruppen können differenziertere und bedarfsgerechte Betreuungskonzepte entwickelt werden.

  • Die kleineren Einheiten geben den Bewohnern mehr Vertrautheit und schaffen größere persönliche Nähe.
     
  • Ein kleinerer Stamm an Mitarbeitern vermittelt eine sicherere Umgebung und engeren persönlichen Kontakt.
     
  • Durch die Verlagerung hauswirtschaftlicher Tätigkeiten in die Hausgemeinschaften wird der Alltag normalisiert, dem Alltag wieder mehr Sinn gegeben und es werden Erinnerungen geweckt.
     
  • Da der organisatorische Rahmen nicht so fest vorgegeben ist, kann vermehrt auf die individuellen Gewohnheiten und Vorlieben eingegangen werden.
     
  • Bild: Das fertige Haus 2008Die Selbständigkeit wird möglichst erhalten und gefördert, indem die Bewohner auch dazu motiviert werden, bei kleineren Alltagstätigkeiten mitzuhelfen.
     
  • Die Bewohner können einerseits Gemeinschaft erleben und haben andererseits auch Rückzugsmöglichkeiten.
     
  • Die Familienangehörigen, Nachbarn und Freunde werden, wenn möglich, stärker in den Alltag der Bewohner miteinbezogen.


Vision für die Mitarbieter und Mitarbeiterinnen des Altenpflegeheimes Pliensauvorstadt

Für die Arbeit in den Hausgemeinschaften des Altenpflegeheimes Pliensauvorstadt wurde beim Seminar „Pflegen und Betreuen in Hausgemeinschaften“ am 17./18. Juli 2006 von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Altenpflegeheimes Pliensauvorstadt folgende Vision gemeinsam entwickelt:

  1. Wir als Mitarbeiter, Bewohner und Angehöriger pflegen einen respektvollen Umgang untereinander, nehmen Rücksicht aufeinander und sprechen uns ab!
     
  2. Wir gehen vertrauensvoll, ehrlich und liebevoll miteinander um!
     
  3.  Wir bilden ein harmonisches und lebendiges Miteinander!
     
  4. Wir wünschen uns einen guten Zusammenhalt, eine vertrauensvolle Atmosphäre und laden Angehörige und ehrenamtliche Mitarbeiter ein, daran mitzuwirken!
     
  5. Wir bieten den Bewohnern Möglichkeiten, eigene Fähigkeiten zu nutzen und einzubringen!
     
  6. Die individuellen Wünsche der Bewohner und Angehörigen sind die Grundlage der Arbeit. Dabei muss auf die Interessen der Gruppe Rücksicht genommen werden!
     
  7. Wir Mitarbeiter sind die Vermittler der unterschiedlichen Wünsche der Gruppenmitglieder!
     
  8. Wir fördern das gemeinschaftliche Zusammenleben zwischen den  Bewohnern, den Angehörigen und den Mitarbeitern, um Geborgenheit entstehen zu lassen!
     
  9. Unser gutes Team überträgt seine Sicherheit auf die Bewohner!
     
  10. Entstehende Konflikte gehen wir konstruktiv an!
     
  11. Wir übernehmen Verantwortung für unser Tun und Handeln!