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Der Eigenbetrieb Städtische Pflegeheime verfügt über drei Pflegeeinrichtungen, die sich kleeblattartig über das Stadtgebiet Esslingen verteilen.

 

Als gemeinnütziges Unternehmen in städtischer Trägerschaft bieten wir pflegebedürftigen Menschen

im Altenpflegeheim Obertor: 

154 vollstationäre Plätze 

im Altenpflegeheim Berkheim:   

  70 vollstationäre Plätze

im Altenpflegeheim Pliensauvorstadt:

  44 vollstationäre Plätze und

in der Tagespflege im Obertor

 

 12 Plätze an.

 

Zudem sind die Städtischen Pflegeheime Betriebsträger für Betreutes Wohnen:

in Berkheim mit                                          22 Appartements und

in der Pliensauvorstadt mit                          28 Appartements.

 

In unseren Pflegeheimen betreiben wir öffentliche Cafés:

das Café Zeitlos im Altenpflegeheim Obertor,

das Café Meisennest im Altenpflegeheim Berkheim und

das Café über der Brück´ im Altenpflegeheim Pliensauvorstadt.

 

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir 280 Mitarbeiter verteilt auf 185 Stellen  beschäftigt. Dabei bieten wir 22 Ausbildungsplätze zum staatlich anerkannten Altenpfleger und 1 Ausbildungsplatz zum Dipl. Sozialwirt  (BA) an. Praktikanten im Freiwilligen Sozialen Jahr und Zivildienstleistende bereichern den Pflege- und Lebensalltag.

Das Bilanzvolumen beträgt ca. 20 Mio. €, die Gesamterträge/ Gesamtaufwendungen erreichen ca. 10 Mio. € pro Jahr.

Das Altenpflegeheim Obertor wurde bis 31.12.1996 als Regiebetrieb der Stadt Esslingen am Neckar geführt und war als Abteilung dem Sozialamt zugeordnet. Als 1997 das Altenpflegeheim Obertor mit 170 Plätzen, damals selbst noch ein Sanierungsfall, in einen Städtischen Eigenbetrieb überführt wurde, deutete zunächst nichts  auf dieses außerordentliche Wachstum hin. Mit Betriebsgründung zum 01.01.1997 und  dem Aufbau effizienter Organisationsstrukturen und eines kaufmännischen Rechnungswesens entwickelten wir uns zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen.

Bereits im ersten Betriebsjahr gelang es dem jungen Eigenbetrieb mit seinen engagierten Mitarbeitern aus einem langjährigen Defizit herauszukommen und schwarze Zahlen zu schreiben.

Die Vision war und ist, gute Pflege und Betreuung als bürgernahe Dienstleistung anzubieten.

Der Erfolg ermutigte den Gemeinderat im Jahr 1999, dem Eigenbetrieb die Bau- und Betriebsträgerschaft für das von der dortigen Bevölkerung lang ersehnte Pflegeheim in Berkheim zu übertragen, das 2002 eröffnete wurde und sich in kürzester Zeit einen hervorragenden Ruf erarbeitete.

Aus dem Eigenbetrieb Altenpflegeheim Obertor wurden damit die Städtischen Pflegeheime Esslingen a.N., die im März 2003 die Chance nutzten, aktiv in die Stadtteilentwicklung in der Pliensauvorstadt einzugreifen. Erneut sprach der Gemeinderat dem Eigenbetrieb das Vertrauen aus und beauftragte ihn, ein drittes Heim zu bauen und zu betreiben.

Mit dem „jüngsten" Heim der Städtischen Pflegeheime Esslingen a.N. in der Pliensauvorstadt wollen wir neue Wege gehen. Die Bewohner werden dort in Hausgemeinschaften betreut und leben in familienähnlichen Strukturen zusammen.

Die Stadt Esslingen gehört damit zu den Kommunen, die sich zur Trägerschaft von Pflegeheimen bekennen und aktiv Daseinsfürsorge für pflegebedürftige Bürger betreiben. Eine wohnortnahe, stark gemeinwesenorientierte Pflege steht dabei im Vordergrund.

 

Über 190 ehrenamtlich engagierte Menschen und drei Fördervereine garantieren diese Einbindung in das Gemeinwesen und schlagen Brücken zwischen dem Leben im und dem Leben außerhalb der Heime. Sie sind uns eine unverzichtbare Stütze und für den Alltag unserer Bewohner eine unbezahlbare Bereicherung!

Als  wohnortnaher und zentral gelegener Dienstleistungsanbieter wollen wir den Wünschen und Bedürfnissen älterer und pflegebedürftiger Esslinger Bürgerinnen und Bürger entgegenkommen.

Unser Grundgedanke im Umgang mit alten und pflegebedürftigen Menschen ist die Vorstellung, ihre Persönlichkeit zu respektieren und auch im Heim ein weitestgehend normales Leben führen zu lassen, ohne ihre Eigenständigkeit willkürlich und zugunsten pflegeorganisatorischer Grundsätze einzuschränken.

Wir wollen eine gute Atmosphäre bieten und „Heim" im Sinne von Heimat sein.

Die zentrale Lage unsere Heime ermöglicht es uns, offene Häuser zu führen, aus dem Bewohnerinnen und Bewohner zu Fuß und mit dem Rollstuhl zu den verschiedensten Aktivitäten hinausgehen, und Bürger der Stadt von draußen hereinkommen. Dabei helfen uns die Cafes als Anziehungs- und Kommunikationspunkte.

Die Aufenthalts- und Gemeinschaftsräume der Heime  stehen Gruppen aus dem Stadtgebiet offen; unsere Feste, Ausflüge, Vorträge und die Gottesdienste richten sich gleichermaßen an  Pflegebedürftige und Rüstige und natürlich an Angehörige, Freunde und Mitbürger.

Generell finden in den Städtischen Pflegeheimen die Zielsetzungen der Interventionsgerontologie Anwendung, auf die unsere Pflegeplanung und alle Einzelmaßnahmen abgestimmt werden:

  • Erhalt eines Höchstmaßes an Selbständigkeit,
  • Ermöglichung von Kontinuität im Lebensstil,
  • Ermöglichung der Befriedigung von Bedürfnissen nach Selbstbestimmung, Kontakt, Geselligkeit, Selbstbestätigung und Partizipation,
  • Hilfe zur Anpassung an ein eingeschränktes Dasein vom Einzelnen bei einem größtmöglichen psycho-physisches Wohlbefinden.

Als Eigenbetrieb ist es uns ein großes Anliegen, die Wohnqualität für pflegebedürftige Menschen kontinuierlich zu verbessern und den Standard auch künftig  wachsenden Ansprüchen anzupassen. Seit der Gründung im Jahr 1997 investierten wir mehr als 20 Mio. Euro:

Erweiterung und Sanierung Altenpflegeheim Obertor:                               8,7 Mio. €

in vier Abschnitten 1997 - 2001

Neubau Altenpflegeheim Berkheim:                                                        6,7 Mio. €

2000 - 2002

Neubau Altenpflegeheim Pliensauvorstadt:                                              4,4 Mio. €

2005-2006

Sanierung Altenpflegeheim Obertor (sog. Neubau):                                  0,7 Mio. €

Beginn 2006                                                                                        _________

                                                                                                           20,5 Mio. €

Für alle unsere Heime bestehen Versorgungsverträge und Pflegesatzvereinbarungen mit den Pflegekassen und dem Sozialhilfeträger. Damit stehen unsere Dienstleistungen allen Menschen ungeachtet ihrer Vermögensverhältnisse gleichermaßen offen.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 19. Juli 2010 )