Coronavirus SARS-CoV-2

23. Informationsbrief zur Corona-Pandemie:

Gesetz zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes und weitere Vorgaben für Pflegeheime nach der Corona-Verordnung für Krankenhäuser und Pflegeheime des Landes Baden-Württemberg

Esslingen, 30.11.2021

Liebe Angehörige,

vom Sozialministerium Baden-Württemberg haben wir weitere Erläuterungen und Klarstellungen zur Umsetzung der geltenden Gesetze und Verordnungen erhalten.

Angesichts der sich weiter verschärfenden epidemischen Lage sind Pflegeheime wieder verpflichtet, eine aktive Zugangskontrolle durchzuführen, eine passive Kontrolle mit dem Hinweis auf Melde- und Testpflichten ist nicht mehr zulässig.

Beim Betreten des Heimes müssen sich Besucher registrieren, den Impfnachweis erbringen, sich ausweisen können und einen negativen Antigentest (max. 24 Stunden alt) bzw. einen negativen PCR -Test (max. 48 Stunden alt) vorlegen.

Aufgrund des damit verbundenen personellen Zeitaufwandes wäre es auch wieder zulässig, Besuchszeitfenster einzurichten. Um die für unsere Bewohner:innen so wichtigen sozialen Kontakte zu ermöglichen, behalten wir die Öffnungszeiten unserer Heime von 9.00 Uhr -17.00 Uhr an allen Tagen der Woche bei. Zeitweise werden die Türen geschlossen sein, wir bitten Sie dann zu klingen. Bitte haben Sie etwas Geduld, falls es zu kurzen Wartezeiten kommt.

Bitte beachten Sie, dass unsere Bewohner maximal von einer nicht immunisierten Person besucht werden dürfen (Kinder unter 18 Jahren sind ausgenommen). Bei geimpften Besuchern gibt es weiterhin keine Beschränkung hinsichtlich der Besucherzahl.

Wir haben die Testzeiten nochmals angepasst und etwas erweitert, da wir wieder Unterstützung durch die Johanniter bekommen. Ab dem 01.12.2021 gelten die nachfolgenden Testzeiten:

Um unseren Nachweispflichten nachzukommen, führen wir Namenslisten über die durchgeführten Antigentests.

Für gastronomische Angebote in den Cafés gelten weiterhin die Vorgaben der Coronaverordnung (2 G-Regel). Liegen die Cafés innerhalb der Pflegeeinrichtung – und dies trifft auf alle unsere Cafés zu – dürfen diese nunmehr allerdings nur noch nach einem zusätzlichen vorherigen negativen Antigen oder PCR -Test betreten werden. Dies gilt auch für Bewohner:innen des Betreuten Wohnens, die die Cafés besuchen oder an Aktivitäten des Heimes teilnehmen.

Wir bieten unsere Speisen weiterhin zum Mitnehmen an.

Alle übrigen Regeln des 22. Corona-Informationsbriefes bleiben bestehen.

 

Herzliche Grüße

Ihr

Thilo Naujoks

Geschäftsführer


22. Informationsbrief zur Corona-Pandemie:

Gesetz zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes und weiterer Gesetze anlässlich der Aufhebung der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite – konkrete Konsequenzen für unsere Pflegeheime und Tagespflegeeinrichtungen

Esslingen, 24.11.2021

Liebe Angehörige,

 

leider befinden wir uns – wenig überraschend – mitten in der 4. Infektionswelle mit Inzidenzen, die alle vorherigen Infektionswellen übertreffen. Mit Zustimmung des Bundesrates am 19.11 2021 wurde nach langem Ringen das Infektionsschutzgesetz geändert, ab dem 24.11.2021 gelten neue Regeln auch für unsere Pflegeheime. Die Coronaverordnungen des Landes müssen teilweise noch angepasst werden (Bundesrecht schlägt Landesrecht). Daher kann es in den nächsten Tagen nochmals Änderungen geben. Fest stehen nachfolgende Regelungen:

Ab sofort gibt es wieder eine umfassende Testpflicht für Besucher, auch für immunisierte Personen, die geimpft oder genesen sind. Zutritt zu Pflegeheimen und Tagespflegeeinrichtungen hat nur noch, wer einen negativen Antigentest (max. 24 Stunden alt) oder einen negativen PCR-Test (max. 48 Stunden alt) vorweisen kann.

Immunisierte (geimpfte und genesene) Beschäftigte müssen dreimal wöchentlich getestet werden (PoC -Antigentest).

Nicht immunisierte Beschäftigte müssen arbeitstäglich getestet werden.

Zur Durchführung der Tests darf das Heim betreten werden.

Die Einrichtungsleitungen sind verpflichtet, die Einhaltung der Testvorgaben durch Nachweiskontrollen täglich zu überwachen und zu dokumentieren. Verstöße gegen Zutrittsverbote und gegen Überwachungspflichten sind Ordnungswidrigkeiten, die mit einem Bußgeld bis zu 2.500 Euro im Einzelfall geahndet werden können.

Zudem werden die Einrichtungen verpflichtet, der zuständigen Behörde zweiwöchentlich folgende Angaben in anonymisierter Form zu übermitteln:

1. Angaben zu den durchgeführten Testungen bezogen auf betreute Personen, Beschäftigte und Besucher

2. Angaben zum Anteil der Personen, die gegen das Coronavirus SARS -CoV-2 geimpft sind, bezogen auf betreute Personen und Beschäftigte.

Folgende Testnachweise sind für das Betreten der Heime zulässig und werden anerkannt:

  • Testnachweis durch den Arbeitgeber der Besucher:innen
  • Testnachweis durch den Arzt, der Apotheke oder eine vom Gesundheitsamt zugelassene Teststelle (Bürgerteststelle)
  • Testnachweis im Rahmen eines überwachten Tests vor Ort in der Einrichtung

 

Wir können zu folgenden Terminen Testmöglichkeiten in unseren Heimen für Besucher:innen anbieten:

Bitte nützen Sie für Besuche, die Sie außerhalb der angebotenen Testzeiten planen, die Bürgerteststellen bzw. die Testmöglichkeiten in einem unserer anderen Heime. Eine Ausweitung der Testzeiten können wir gegenwärtig auch aufgrund der Kurzfristigkeit mit unserem zur Verfügung stehenden Personal nicht stemmen.

Wichtiger Hinweis: Heime dürfen Besuchern und Bewohnern keine Testbescheinigungen ausstellen, die außerhalb der Einrichtung für Bereiche mit 3G oder 2Gplus – Regelungen Gültigkeit haben. Unsere Tests dienen nur der Zutrittsberechtigung in die Einrichtung!

Als Arbeitgeber dürfen Heime nur den nicht immunisierten Beschäftigten eine Testbescheinigung ausstellen, damit diese mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen können (da dort nunmehr auch die 3G-Regel gilt).

Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr unterliegen keiner Testpflicht.

Für Bewohner:innen gibt es weiterhin ebenfalls keine Testpflicht. Wir bitten aber alle Bewohner:innen, die das Heim regelmäßig verlassen, sich in den Tagen nach ihrer Rückkehr freiwillig Antigentests zu unterziehen. Bitte unterstützen Sie uns als Angehörige hierbei und helfen Sie mit, auf eine Testbereitschaft hinzuwirken.

Unsere Einrichtungen sind wie bisher täglich von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Wenn Sie einen Besuch außerhalb dieser Zeiträume planen, bitten wir Sie, um eine vorherige Vereinbarung mit der Heim- oder Pflegedienstleitung.

Alle Besucher:innen sind innerhalb der Einrichtung und im Garten durchgängig zum Tragen einer FFP-2 -Maske verpflichtet. Dies gilt auch für den Besuch in den Bewohnerzimmern. Ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz ist nicht mehr ausreichend!

Wie bereits in der Coronaverordnung des Landes für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen festgelegt, gilt in der derzeitigen „Alarmstufe“ eine Beschränkung der Besucherzahl für Nichtgeimpfte. Bewohner:innen dürfen maximal von einer nichtgeimpften Person besucht werden. Die Anzahl der geimpften Besucher:innen pro Heimbewohner:in ist nicht beschränkt.

Besucher müssen sich weiterhin mit Namen, Anschrift, Datum und Zeitraum des Besuches schriftlich registrieren. Da die Zielperson nicht mehr angegeben werden muss, bieten wir alternativ auch die Registrierung mit der Luca-App an. Die QR-Codes hängen am Eingang aus.

Bitte beachten Sie, dass beim Besuch der Cafés eine separate Registrierung notwendig ist. Hier gelten die Vorschriften der Gastronomie. Auch in den Cafés liegt der QR-Code für die Registrierung mit der Luca-App aus. Dort gilt die 2 -G-Regel: geimpft oder genesen. Beim Übertritt vom Café in das Heim ist aber auch für immunisierte Personen unbedingt ein negativer Testnachweis erforderlich!

 

Weiterhin ist es Personen, die die typischen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus aufweisen oder die Kontaktpersonen zu positiv getesteten bzw. infizierten Personen sind, nicht gestattet, das Heim zu betreten.

Die Hygieneregeln (Händedesinfektion etc.) sind von allen Besuchern und externen Personen, die das Heim betreten, strikt einzuhalten.

Liebe Angehörige, ich bitte Sie dringend um Unterstützung und Ihren guten Willen bei der Einhaltung der genannten Vorschriften. Es geht um den Schutz unserer Heimbewohner:innen. Die vereinzelten Impfdurchbrüche in den vergangenen Wochen haben leider gezeigt, dass hochbetagte und immungeschwächte Menschen  trotz Impfung nicht immer vor schweren Verläufen geschützt sind.

Je länger die Pandemie andauert, desto beschwerlicher wird die Umsetzung immer neuer Vorschriften und Schutzmaßnahmen. Dies gilt für unsere Beschäftigten genauso wie für unsere Bewohner:innen und alle Angehörigen. Wir haben immer befürchtet, dass die Pandemie kein Sprint sein wird sondern ein Marathonlauf. Dies hat sich leider bewahrheitet. Jetzt heißt es durchhalten und hoffen, dass wir den kommenden Winter gut überstehen.

Sobald sich Änderungen der Coronverordnung des Landes infolge des neuen Infektionsschutzgesetzes ergeben, werden wir Sie zeitnah informieren.

 

Herzliche Grüße

Ihr

Thilo Naujoks

Geschäftsführer


Zeitungsartikel vom 23.12.2020 aus der Esslinger Zeitung

"Ein Symbol der Menschlichkeit"

Bild: Zeitungsartikel "Ein Symbol der Menschlichkeit"