Coronavirus SARS-CoV-2

Aktuelle Informationen für alle Angehörigen unserer Bewohner*innen und für unsere Gäste zur Corona-Pandemie: Besuchsregelungen und Antigentests

Esslingen, 23.11.2020

Liebe Angehörige,

die „zweite Welle der Corona-Pandemie“ hat uns in den vergangenen Wochen bereits stark beschäftigt – angesichts hoher Infektionszahlen in der Stadt Esslingen wenig überraschend. So hatten wir einen größeren Viruseintrag im Pflegeheim Pliensauvorstadt als auch eine positiv getestete Bewohnerin im Pflegeheim Obertor. In allen unseren Einrichtungen gibt es immer wieder vereinzelt einige Mitarbeiter*innen, die positiv sind und in Quarantäne müssen. Aktuell hat sich die Lage weitgehend stabilisiert. Wir dürfen jedoch in unserer Achtsamkeit nicht nachlassen, der „Pandemiestab“ der Städtischen Pflegeheime tritt zweimal in der Woche per „Web-Konferenz“ zu einer Lagebeurteilung zusammen und beschließt die jeweils erforderlichen Maßnahmen.

Auf Grundlage des dritten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage, der neuen Test-Verordnung des Bundes und auf Grundlage der aktuellen Corona-Verordnungen des Landes, soweit diese unsere Pflegeeinrichtungen betreffen, gibt es einige Veränderungen, über die wir Sie mit unserem 11. Informationsschreiben unterrichten möchten.

Wir begrüßen es ausdrücklich, dass die besondere Schwelle zur Beschränkung oder Untersagung von Besuchen für enge Angehörige von Personen, die in Pflegeheimen leben und damit zur besonders vulnerablen Gruppe gehören, erheblich erhöht wurde. Unser bisheriger Weg wurde damit bestätigt.

D.h. Besuche in unseren Pflegeheimen bleiben während der Öffnungszeiten unter Beachtung folgender Regeln weiterhin möglich:

Besuche sind nur bei absoluter Symptomfreiheit, nach der Registrierung und Händedesinfektion am Empfang sowie nur auf dem Bewohnerzimmer möglich. Während der gesamten Besuchszeit ist ein MNS zu tragen! Möglich sind nur zwei Besucher pro Tag und Bewohner*in.

Die Registrierung und Einweisung der Besucher wird in allen Pflegeheimen des Eigenbetriebes durch „Besuchslotsen“ oder Empfangsmitarbeiterinnen überwacht. Außerhalb der Öffnungszeiten bleiben die Heime geschlossen. Hier nochmals der Überblick:

Kommt es allerdings zu einem Viruseintrag und Infektionen von Beschäftigten und Bewohner*innen mit SARS-CoV-2 müssen wir die Besuchsmöglichkeiten in den betroffenen Wohnbereichen oder Hausgemeinschaften zeitweise, d.h. bis wir das Infektionsgeschehen eindeutig nachvollziehen können, stark einschränken. Besuche sind dann vorrübergehend nur nach Terminvereinbarung und mit besonderer Schutzausrüstung möglich. Wir bemühen uns aber, sehr gezielt vorzugehen und in solchen Fällen möglichst nicht das ganze Pflegeheim in die Besuchsbeschränkung einzubeziehen.

Über temporäre Besuchsbeschränkungen werden wir sowohl auf unserer Homepage als auch über die E-Mail-Verteiler der einzelnen Heime kurzfristig informieren. Sobald das Infektionsgeschehen unter Kontrolle ist, gelten wieder die oben genannten Besuchsregeln und Öffnungszeiten.

Mit der neuen Testverordnung wurde den Pflegeeinrichtungen die Möglichkeit an die Hand gegeben, selbst PoC-Antigentests durchzuführen. Mittlerweile konnten wir ausreichend Antigentests beschaffen und eine ausreichende Anzahl von Pflegekräften zur Durchführung eines Abstriches unterweisen und schulen. PoC-Antigentests können aufgrund ihrer geringeren Sensitivität und Spezifität keine 100-prozentige Sicherheit geben. D.h. sie können die allgemeinen Hygieneregeln nicht ersetzen und sind lediglich eine zusätzliche Schutzmaßnahme.

Bewohner, Beschäftigte und Besucher haben nach der Testverordnung keinen individuellen Anspruch auf einen PoC-Antigen-Test. Ein Anspruch besteht nur auf Grundlage unseres einrichtungsspezifischen Testkonzeptes. Demnach werden wir wie folgt vorgehen:

Beschäftigte werden routinemäßig getestet, soweit deren Einwilligung vorliegt. Bei Verdachtsfällen wird sofort getestet.

Bewohner*innen werden nur in Verdachtsfällen getestet, insbesondere dann, wenn sich im Rahmen des täglichen Screenings corona-spezifische Symptome zeigen. Zudem werden wir Bewohner*innen, die das Heim häufig und für längere Zeit verlassen, in die Testung einbeziehen. Damit sind wir in der Lage, schnell zu reagieren. Aber auch hier ist das Einverständnis der Bewohner*innen erforderlich.

Unseren Besuchern bieten wir den Antigentest nur nach Terminvereinbarung mit der jeweiligen Heim- oder Pflegedienstleitung an. Ein Antigen – Schnelltest macht insbesondere dann Sinn, wenn sich Besucher aufgrund ihrer zurückliegenden Kontakte unsicher fühlen, ob sie sich infiziert haben. Bei den typischen Corona-Symptomen gilt nach wie vor das Betretungsverbot!

Grundsätzlich können Antigentests einen PCR-Test nicht ersetzen. Schlägt der Antigentest positiv an, muss ein PCR-Test folgen.

Die Antigentests verschaffen uns v.a. durch einen erheblichen Zeitgewinn mehr Sicherheit, da wir nach ca. 15 Minuten ein Ergebnis vorliegen haben und nicht wie bisher teils mehrere Tage auf ein Testergebnis warten müssen.

Die Tagespflegeeinrichtungen können den derzeit zur Einhaltung des bestehenden Hygienekonzeptes bereits eingeschränkten Betrieb zunächst fortführen. Auch hier können wir Antigentests durchführen, um Gästen, die sich unsicher sind, ob sie Kontakt zu Personen mit einer SARS-VCoV-2 Infektion hatten, dennoch einen Besuch der Tagespflege zu ermöglichen.

Bitte beachten Sie, dass wir verpflichtet sind, die Durchführung von PoC-Tests zu dokumentieren und positive Testergebnisse an das Gesundheitsamt zu melden.

Aufgrund der unverändert hohen Infektionszahlen in der Stadt Esslingen ist die Gefahr eines Viruseintrages in unsere Heime ungebrochen hoch. Daher dürfen auch weiterhin innerhalb der Heime keine bereichsübergreifenden Veranstaltungen mehr stattfinden. Es dürfen also keine zentralen Veranstaltungen im Festsaal oder in anderen großen Gruppenräumen, in denen Bewohner*innen aus verschiedenen Wohnbereichen zusammenkommen, mehr durchgeführt werden. Dies betrifft auch Gottesdienste. Alle Angebote der Seelsorge, der Sozialdienste, der Betreuungsassistenten, Freizeit-, Kultur- oder Therapieangebote müssen in kleinen Gruppen innerhalb der einzelnen Wohnbereiche stattfinden. Die Definition der Bereiche legt die jeweilige Heimleitung in Abhängigkeit von der Gebäude- und Organisationsstruktur der Pflegeheime fest.

Unsere Cafés bleiben weiterhin geschlossen. Wir können lediglich mitnahmefähige Speisen anbieten.

Seien Sie herzlich gegrüßt und bleiben Sie gesund.

Thilo Naujoks

Geschäftsführer