Hier ein paar Fakten und Antworten zu den typischen Vorurteilen:

 


Altenpflegerinnen und Altenpfleger verdienen schlecht!

Stimmt nicht, wie die nachfolgenden Beispiele zeigen. Die Vergütung erfolgt bei den Städtischen Pflegeheimen nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD-B), maßgeblich für die Pflege ist die P-Tabelle (Anlage E TVöD-B). Diese Tabelle gilt übrigens für tarifgebundene Krankenhäuser wie für Altenpflegeeinrichtungen gleichermaßen. Es ist also falsch, dass Krankenpflegerinnen besser vergütet werden als Altenpflegerinnen. Es kommt auf die konkreten persönlichen Voraussetzungen an.

Hier der Bruttoverdienst eines Berufsanfängers nach erfolgreich abgeschlossener dreijähriger Ausbildung:

Vergütung staatlich anerkannte Altenpfleger/in (Berufsanfänger)

Summe Monat: 3.022,52 €
Jahressumme Arbeitnehmer-Bruttoverdienst
(inkl. Sonderzahlungen):
40.243,90 €

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Mit fortschreitender Berufserfahrung entwickelt sich das Entgelt bis zur Entwicklungsstufe 6 (Endstufe) weiter:

Vergütung staatlich anerkannte Altenpfleger/in (Endstufe)
Summe Monat: 3.724,20 €
Jahressumme Arbeitnehmer-Bruttoverdienst
(inkl. Sonderzahlungen):
49.223,58 €

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Beschäftigte, die im Pflegeteam eine Sonderfunktion ausüben, etwa als Palliativ-Care-Fachkraft, als Wundexperte, als Praxisanleiter oder als zertifizierter Kinaestheticsanwender werden bei den Städtischen Pflegeheimen nach der Entgeltgruppe P8 vergütet, unabhängig davon, ob sie diese Tätigkeit überwiegend ausüben. Hier ein Beispiel für eine Pflegefachkraft mit drei Jahren Berufserfahrung:

Vergütung staatlich anerkannte Altenpfleger/in (Sonderfunktion und drei Jahre Berufserfahrung)
Summe Monat: 3.338,50 €
Jahressumme Arbeitnehmer-Bruttoverdienst
(inkl. Sonderzahlungen):
44.287,62 €

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Wer als Führungskraft Verantwortung in der Altenpflege übernimmt, wird hierfür kaum entlohnt!

Stimmt nicht! Wer als Führungskraft Verantwortung übernimmt und nach einer Weiterbildung als Wohnbereichsleiter/in eingesetzt wird, erhält seit In-Kraft-Treten der neuen Entgeltordnung im TVöD im Jahr 2017 folgende Vergütung:

Vergütung staatlich anerkannte Altenpfleger/in (Wohnbereichsleitung und sechs Jahre Berufserfahrung)
Summe Monat: 4.242,07 €
Jahressumme Arbeitnehmer-Bruttoverdienst
(inkl. Sonderzahlungen):
55.961,90 €

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Die Leiter/innen großer Wohnbereiche oder Pflegedienstleiter in kleineren Heimen sind in die Entgeltgruppe P 13 eingruppiert:

Vergütung staatlich anerkannte Altenpfleger/in (Wohnbereichsleitung und sechs Jahre Berufserfahrung)
Summe Monat: 4.469,31 €
Jahressumme Arbeitnehmer-Bruttoverdienst
(inkl. Sonderzahlungen):
58.959,69 €

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Auszubildende in der Altenpflege verdienen wenig, teils wird sogar noch ein Schulgeld fällig!

In der Altenpflege gibt es eine Top-Ausbildungsvergütung, die weit höher ist als in vielen anderen Branchen:

Im 1. Ausbildungsjahr gibt es : 1.140,69 €
Im 2. Ausbildungsjahr gibt es : 1.202,07 €
Im 2. Ausbildungsjahr gibt es : 1.303,38 €

Bei bestandener Abschlussprüfung sieht der Ausbildungstarifvertrag eine zusätzliche Einmalzahlung in Höhe von 400,- € vor.

Der Förderverein für das Altenpflegeheim Obertor vergibt zudem jedes Jahr den Lore-Eberspächer-Preis für besonders herausragende Schüler in Höhe von 1.000, – €. Eine schöne Form der gesellschaftlichen Anerkennung für diesen Beruf!

 


Die Personalausstattung in Heimen ist schlecht, Altenpflegerinnen und Altenpfleger sind überlastet und schieben einen Berg von Überstunden vor sich her!

Die Arbeitsbedingungen in der Altenpflege sind weit besser als ihr Ruf. Es gibt verbindliche Personalschlüssel. Jedes Pflegeheim kann sich innerhalb einer Bandbreite nach dem Rahmenvertrag für stationäre Pflege in Baden Württemberg frei entscheiden, mit welcher quantitativen Personalausstattung es arbeiten möchte. Die Städtischen Pflegeheime haben sich für die bestmögliche Personalausstattung entschieden. Die Unterscheide können gravierend sein, wie nachfolgende Tabelle belegt:

Personalmenge mit den untersten Personalschlüsseln gem. Rahmenvertrag für stationäre Pflege in Ba-Wü
Anz. Bewohner Personalschlüssel 1 zu Anzahl Personalstellen
381 3,031 125,70
Personalmenge mit den obersten Personalschlüsseln gem. Rahmenvertrag für stationäre Pflege in Ba-Wü
(von den Städtischen Pflegeheimen umgesetzt)
Anz. Bewohner Personalschlüssel 1 zu Anzahl Personalstellen
381 2,083 182,87
Differenz Vollkraft-Stellen 57,17

Für 381 Bewohner stehen uns also 182,87 Stellen zur Verfügung!

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Ausgeglichene Arbeitszeitkonten:

Die Städtischen Pflegeheime haben Jahresarbeitszeitkonten eingeführt, die einmal in 12 Monaten ausgeglichen sein müssen und den Beschäftigten viel Flexibilität ermöglichen. Wenn der Ausgleich nicht gelingt, werden Überstunden mit entsprechendem Zuschlag ausbezahlt. Im Jahr 2017 waren dies lediglich 800 Stunden bei 409 Beschäftigten, im Schnitt also 2 Stunden pro Beschäftigtem in 12 Monaten. Darauf sind wir besonders stolz!

 


Die Arbeitgeber in der Altenpflege tun zu wenig für die Fort- und Weiterbildung!

Stimmt nicht! Die Städtischen Pflegeheime organisieren und finanzieren jährlich ein umfangreiches Fortbildungs- und Schulungsprogramm, um das Fachwissen der Beschäftigten zu aktualisieren, Führungskräfte weiterzuentwickeln und Mitarbeiter für Sonderfunktionen in einzelnen Bereichen zu qualifizieren:

Im Jahr 2018 nahmen insgesamt 199 Beschäftigte an einer oder mehreren Weiterbildungsmaßnahmen teil. Hierfür wurden 4.115 Arbeitsstunden im Wert von über 127.000 € zur Verfügung gestellt. Die städtischen Pflegeheime übernahmen zudem Schulungsgebühren in Höhe von fast 54.000 €. Grundlage für die Entscheidung, in welcher Höhe und in welchem Umfang Arbeitszeit und Gebühren von den Städtischen Pflegeheimen im Einzelfall übernommen werden, ist eine Konzeption nach § 5 TVöD. Demnach wird nach den Kategorien gesetzliche Schulungen, Karriereförderung, Kompetenzentwicklung und berufsbegleitende Unterstützung differenziert. Diese Möglichkeiten stehen allen Beschäftigten offen.

 


Altenpflegerinnen und Altenpfleger erhalten im Vergleich zu anderen Branchen nur wenige Vergünstigungen!

Stimmt nicht!

  • Die Städtischen Pflegeheime übernehmen die Finanzierung einer Betriebsrente- eine starke Leistung, die mehr Wert ist als man denkt. Sie ist zuverlässig und sicher. Je nach Einstiegsalter kann die spätere Betriebsrente aus der Zusatzversicherung (ZVKRente) für einen Altenpfleger/ für eine Altenpflegerin auf 900,- € monatlich anwachsen. Die Betriebsrente schließt im Bedarfsfall auch eine Erwerbsminderungsrente ein – nach wie vor ein Privileg des öffentlichen Dienstes!
  • Die Städtischen Pflegeheime leisten einen monatlichen Zuschuss zum Jahresticket für den öffentlichen Nahverkehr in Höhe von 22, – €.
  • In unseren fünf Cafés bieten wir einen subventionierten Mittagstisch für alle Beschäftigten. Für 3,80 € gibt es ein komplettes Drei-Gänge-Menü.
  • Betriebsausflüge, Mitarbeiterfeste, Weihnachtsfeiern und subventionierte Teamveranstaltungen runden unser Angebot für alle Beschäftigten ab.
  • Leistungen des Gesundheitsmanagements:

     

    • Vergünstigungen in Fitnesscentern
    • Galileo-Training
    • Zumba
    • Atme-Dich-Frei
    • Massagesessel
    • Kinaesthetics
    • Gesundheitstage