Begegnung zwischen Alt und Jung

Artikel aus dem Heimjournal Nr. 94 (Winter 2013/2014)

16 Konfirmanden und Konfirmandinnen aus der Stadtkirchgemeinde kamen an zwei Nachmittagen  im November mit Pfarrer Bäuerle und Diakon Rolf Hartog ins Altenpflegeheim Obertor. Die jungen Menschen wollten einmal erfahren, wie alte Menschen in einem Pflegeheim leben und wie der Lebensalltag von pflegbedürftigen alten Menschen aussieht.

Beim ersten Treffen besuchten die Konfirmanden zwei Bewohnerinnen, die ihnen von ihrem Leben im Pflegeheim erzählten und warum sie sich für ein Leben im Obertor entschieden haben.

Da sich die Konfirmanden auch an den Sonntagen beim Hol- und Bringdienst zum Gottesdienst im Obertor ehrenamtlich einbringen wollen, gab es für sie noch ein Rollstuhltraining. Jeweils zu zweit machten sie die Erfahrung, wie es sich anfühlt im Rollstuhl zu sitzen und einen Menschen im Rollstuhl zu begleiten.  

Beim zweiten Treffen stand der direkte Kontakt mit den Bewohnern und Bewohnerinnen des Obertors im Mittelpunkt.

Die Konfirmandinnen machten sich auf den Weg in die Tagespflege und starteten mit den Gästen der Tagespflege die Weihnachtsbäckerei. Gemeinsam wurden die ersten Ausstecherle gebacken. Alle hatten dabei viel Spaß.

Die zweite Gruppe – die Jungs – spielten gemeinsam mit einigen Bewohnerinnen im Festsaal. Im großen Kreis hatten alle viel Spaß mit dem bunten Schwungtuch, beim Kegelspiel und Ringwurfspiel. Es war ein schönes Miteinander und die Konfirmanden waren ganz erstaunt, wie schön es ist mit alten und im Rollstuhl sitzenden Menschen zu spielen und in Kontakt zu kommen.

Die Seniorinnen erfreuten sich an den jungen Menschen und erinnerten sich an ihre Konfirmandenzeit. Der Nachmittag endete mit einer Erfahrungsrunde zu der Frage: was verbinde ich mit älter werden und einem gemeinsamen Lied.

Für beide Seiten war es ein sehr gelungenes Projekt.

Cornelia Rebstock
Sozialdienst Altenpflegeheim Obertor