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Photovoltaikanlagen senken in Pflegeheimen Energiekosten und CO2-Ausstoß – Ein Viertel des Stroms aus Sonnenenergie
Photovoltaikanlagen senken in Pflegeheimen Energiekosten und CO2-Ausstoß – Ein Viertel des Stroms aus Sonnenenergie

Die Städ­ti­schen Pfle­ge­heime Ess­lingen trei­ben den Aus­bau erneu­erbarer Ener­gien vor­an. Mit den Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen auf den Dä­chern der Pfle­ge­heime Berk­heim und Ober­tor sind die ers­ten bei­den Pro­jek­te erfolg­reich in Be­trieb. Ziel ist es, die Stromversor­gung nach­hal­ti­ger zu gestal­ten,  den CO2-Aus­stoß zu sen­ken und sich zugleich unab­hän­gi­ger von schwan­ken­den Ener­gie­prei­sen zu machen. Den Anfang mach­te das Pflege­heim Berk­heim. Dort pro­du­ziert die Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge seit Okto­ber 2025 Strom. Ins­ge­samt 66 So­larmodule erzeu­gen der­zeit rund 150 Kilo­watt­stun­den pro Tag, die voll­stän­dig im Haus genutzt wer­den. Die Anla­ge mit einer Leis­tung von 30 Kilo­watt­peak soll jähr­lich rund 32.000 Kilo­watt­stun­den lie­fern. Das ent­spricht etwa ei­nem Vier­tel des Jahresstromver­brauchs des Pfle­ge­heims von rund 135.000 Kilo­watt­stun­den. „Mit der Anla­ge konn­ten bereits rund acht Ton­nen CO2 ein­ge­spart wer­den“,  sagt Thi­lo Nau­joks, Geschäftsfüh­rer der Städ­ti­schen Pfle­ge­heime. „Bis zum Ende des ers­ten Betriebs­jahres sol­len es etwa 14 Ton­nen sein. Damit leis­ten die Städti­schen Pfle­ge­heime einen Bei­trag zum Kli­ma­schutz und zum Ziel der Stadt Ess­lin­gen, bis 2040 kli­maneutral zu werden.“

Wei­te­re Pfle­ge­heim­dä­cher fol­gen
Seit Juni 2026 lie­fert auch die Pho­tovoltaikanlage auf dem Dach des Pfle­ge­heims Ober­tor Strom. Dort wur­den 202 Solar­mo­du­le mit einer Spit­zen­leis­tung von rund 91 Kilo­wattpeak instal­liert. Seit der In­betriebnahme am 9. Juni hat die Anla­ge bereits rund 16 Megawatt­stunden Strom erzeugt. Im Regel­betrieb wer­den jähr­lich rund 98 Mega­watt­stun­den erwar­tet. Als nächs­tes sol­len Photovoltaikan­lagen auf den Dächern der Pfle­geheime Hohen­kreuz und Ober­esslingen entstehen.

Nach­hal­tig inves­tie­ren – ohne För­der­mit­tel
Ein wich­ti­ger Bau­stein des Pro­jekts war die Pla­nung der Anla­gen durch die eige­nen Haus­tech­ni­ker. So konn­ten die Photovoltaikanla­gen pass­ge­nau auf den Bedarf der Pfle­ge­heime aus­ge­legt wer­den. Für die Finan­zie­rung grün­de­ten die Städ­ti­schen Pfle­ge­heime ei­nen Betrieb gewerb­li­cher Art. Die­ser ver­kauft den selbst erzeug­ten Strom zum Her­stell­preis an die Pfle­ge­heime. „Dadurch pro­fi­tie­ren die Ein­rich­tun­gen von güns­ti­ge­ren Strom­kos­ten und machen sich Schritt für Schritt unab­hän­gi­ger von Preis­schwan­kun­gen auf dem Ener­gie­markt“, betont Thi­lo Nau­joks. „Damit haben wir einen Weg gefun­den, Inves­ti­tio­nen in Photo­voltaikanlagen auch ohne staatli­che För­de­rung zu finan­zie­ren. Bis heu­te ist es im Rah­men der Heim­finanzierung nach dem Pflegever­sicherungsgesetz nicht mög­lich, in Nach­hal­tig­keit zu investieren.“

Eige­ner Solar­strom für den Fuhr­park
Von der eige­nen Stromproduk­tion pro­fi­tiert auch der Fuhr­park der Städ­ti­schen Pfle­ge­heime. Seit Febru­ar ist ein neu­er Elek­trotransporter für den Spei­se-und Wäsche­trans­port zwi­schen den Stand­or­ten im Ein­satz. Ge­laden wird das Fahr­zeug direkt am Pfle­ge­heim Ober­tor mit dem dort erzeug­ten Solar­strom. Da­mit ver­bin­det der Eigen­be­trieb die Strom­erzeu­gung aus erneu­er­ba­rer Ener­gie mit einer klimafreundli­chen Logis­tik und setzt den ein­geschlagenen Weg in Rich­tung nach­hal­ti­ger Ver­sor­gung konse­quent fort.